Die intravitreal operative Medikamentengabe (IVOM) ist eine bewährte und häufig eingesetzte Therapie in der modernen Augenheilkunde. Viele Patientinnen und Patienten sind vor der ersten Injektion verständlicherweise verunsichert. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, was Sie rund um eine IVOM-Injektion erwartet, wie Sie sich vorbereiten und worauf Sie nach der Behandlung achten sollten.

Was ist eine IVOM-Injektion?

Bei der IVOM-Behandlung wird ein Medikament mit einer sehr feinen Nadel direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Diese Therapie kommt unter anderem zum Einsatz bei:

  • altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
  • diabetischem Makulaödem
  • retinalen Gefäßerkrankungen

Ziel der Behandlung ist es, krankhafte Gefäßneubildungen zu hemmen und Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut zu reduzieren, um das Sehvermögen möglichst lange zu erhalten.

Vorbereitung am Tag der IVOM-Injektion

Damit der Eingriff sicher und komplikationsarm durchgeführt werden kann, sollten Sie am Behandlungstag Folgendes beachten:

  • Tragen Sie bequeme Kleidung
  • Verzichten Sie auf Make-up im Augenbereich
  • Erscheinen Sie pünktlich zu Ihrem Termin im Augenärztlichen Zentrum

Vor jeder Injektion erfolgt eine kurze Voruntersuchung, bei der die medizinische Notwendigkeit der IVOM-Therapie erneut überprüft wird.

Ablauf der IVOM-Behandlung im OP

Nach der Voruntersuchung werden Sie auf den Eingriff vorbereitet:

  1. An der OP-Schleuse erhalten Sie Überschuhe und eine OP-Haube
  2. Im OP-Saal wird Ihr Gesicht mit einem dünnen Tuch abgedeckt – Atmen und Sprechen sind jederzeit möglich
  3. Die Betäubung erfolgt mit Augentropfen
  4. Die eigentliche Injektion dauert nur einige Sekunden

Die IVOM-Injektion gilt als sehr risiko- und schmerzarm. Der Einstich mit der feinen Nadel ist nach der Betäubung in der Regel kaum spürbar.

Nach der IVOM-Injektion – das sollten Sie beachten

Nach dem Eingriff wird Ihr Auge mit einem schützenden Verband versorgt. Dieser sollte bis zum Folgetag belassen werden.

Wichtige Hinweise für den Behandlungstag:

  • Kein Autofahren am Tag der Injektion
  • Ihre regelmäßigen Medikamente müssen in der Regel nicht abgesetzt werden (dies wird individuell mit Ihrer behandelnden Ärztin besprochen)

Innerhalb von einer Woche erfolgt eine augenärztliche Kontrolle zur Überprüfung von:

  • Sehleistung
  • Augeninnendruck
  • möglichen Entzündungszeichen

Mögliche Nebenwirkungen der IVOM-Behandlung

Die intravitreale Injektion wird in den meisten Fällen sehr gut vertragen. Gelegentlich können folgende, meist harmlose Begleiterscheinungen auftreten:

  • Fremdkörpergefühl durch Desinfektionsmittel
    → Befeuchtende Augentropfen („künstliche Tränen“) lindern die Beschwerden
  • Kleine Bindehautblutung an der Einstichstelle
    → vergleichbar mit einem blauen Fleck, bildet sich von selbst zurück
  • Kleine schwarze Punkte oder Kreise im Sichtfeld
    → durch Luftbläschen im Glaskörper, verschwinden nach wenigen Tagen

Seltene, aber ernstzunehmende Komplikation: Endophthalmitis

Eine Entzündung im Augeninneren (Endophthalmitis) ist die seltenste, aber schwerwiegendste Komplikation einer IVOM-Injektion.

Bitte suchen Sie sofort augenärztliche Hilfe, wenn Sie nach der Injektion folgende Symptome bemerken:

  • plötzlich verschlechtertes Sehen
  • stärkere Augenschmerzen
  • ausgeprägte Rötung
  • ausgeprägte Lichtempfindlichkeit

Verhalten nach der IVOM-Injektion

Zum Schutz vor Infektionen sollten Sie für etwa eine Woche:

  • auf Schwimmbad- und Saunabesuche verzichten
  • kein Schmutz oder Staub ins Auge lassen
  • Gartenarbeiten oder Tätigkeiten in Tierställen vermeiden

Warum sind mehrere IVOM-Injektionen notwendig?

In den meisten Fällen reicht eine einzelne Injektion nicht aus. Die IVOM-Therapie erfolgt in mehreren Behandlungszyklen, um die krankhaften Gefäße schrittweise abzudichten und die Netzhaut nachhaltig zu stabilisieren.

Der Zeitpunkt der nächsten Injektion wird individuell festgelegt – abhängig davon, wie Ihre Netzhaut auf die vorherige Behandlung reagiert hat.

Ihre Vorteile im Augenärztlichen Zentrum von Frau Dr. Frieling-Reuss

In unserem Augenärztlichen Zentrum profitieren Sie davon, dass:

  • Diagnostik und Therapie aus einer Hand erfolgen
  • Sie von einer konstanten ärztlichen Ansprechpartnerin betreut werden
  • Ihr gesamter Augenzustand jederzeit umfassend beurteilt werden kann

So stellen wir eine kontinuierliche, sichere und individuelle IVOM-Behandlung sicher.

Fazit

Die IVOM-Therapie ist ein zentraler Bestandteil moderner Netzhautbehandlungen. Mit sorgfältiger Vorbereitung, moderner Technik und persönlicher Betreuung sorgen Frau Dr. Frieling-Reuss und Frau Dr. Wang dafür, dass Sie sich während der Behandlung gut informiert und sicher aufgehoben fühlen.

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